Warum ein Corporate Design?

In diesem Artikel m√∂chte ich erkl√§ren warum ein Corporate Design √ľberhaupt notwendig ist. Welche positiven Effekte hat ein Corporate Design und wie k√∂nnen Sie das als Unternehmer nutzen.

  • Grafik: Wie funktioniert ein Corporate Design?

    Wie funktioniert ein Corporate Design? Wie verkn√ľpfen Menschen Logos mit Firmen und Emotionen?

  • Grafik: Abstrahieren von visuellen Informationen im Gehirn

    Das menschliche Gehirn zerlegt die Informationen, abstrahiert und versucht regeln zu bilden.

  • Grafik: Zu gelernten Informationen werden Emotionen abgerufen.

    Wenn das Gehirn etwas elernt hat, ruft es automatisch immer die dazu passenden Informationen/ Emotionen ab.

Ist es Ihnen auch schon einmal so gegangen:
Sie sehen ein rotes Kreuz und denken sofort an einen Notfall, an Retter und Helfer oder an notleidende Kinder in Afrika.
Warum funktioniert das so? Was läuft in diesem Moment in unserem Kopf ab? An diesem Beispiel möchte ich Ihnen erläutern warum ein Corporate Design funktioniert, warum es so gut funktioniert und warum ein Corporate Design ganz konkret zu Ihrem geschäftlichen Erfolg beitragen kann:

Was nimmt der Mensch war?

An dieser Stelle m√∂chte ich nicht behandeln wie die Rezeption √ľber das Auge funktioniert, sondern wie wir mit unserem Gehirn sehen. Im Gegensatz zu einer Digitalkamera dass eine Vielzahl einzelner Farbpunkte (Pixel) wahrnimmt, erkennt unser Gehirn Muster und Formen. Dies ist ein entscheidender Aspekt f√ľr die Leistungsf√§higkeit unseres Gehirns - anstatt viele Details zu speichern, ist unser "Rechenzentrum" bestrebt alles zu vereinfachen, zu abstrahieren und in Regeln zu gie√üen. Sehen wir zum ersten Mal das Zeichen des Roten Kreuzes nehmen wir "nur" die Farbe rot in Kombination mit einem Kreuz wahr. Genauer gesagt ein 'reines rot' und ein Kreuz, dass sich aus f√ľnf Quadraten zusammen setzt - es ist nicht irgendein Kreuz, sondern eben ein ganz spezielles.

Lernen und Trainieren

Im Laufe der Zeit, sehen wir dieses Bildzeichen immer wieder - auf Einsatzfahrzeugen, auf der Kleidung der Helfer, auf Spendenb√ľchsen, ... - Der stetig wiederkehrende Reiz bewirkt, dass in unserem Gehirn spezielle Verbindungen zwischen Nervenzellen st√§rker ausgebildet werden. Wir lernen. Zumeist findet so eine Reizaufnahme aber nicht isoliert statt - sie ist mit Emotionen verkn√ľpft: Ob es das Unfallopfer ist, dass die Rettung kommen sieht; der Fernsehzuschauer der die Versorgung von hilflosen Kindern im Fernseh sieht; oder eine √§ltere Dame die durch Rotkreuzhelfer betreut wird.
Diese individuellen Emotionen, Empfindungen und Erfahrungen werden mit diesem speziellen Symbol verkn√ľpft.

Die Wirkung beginnt...

Trifft man nun auf dieses Symbol, beispielsweise auf einem Briefkuvert oder einer Visitenkarte, so werden automatisch die zuvor gelernten Emotionen - positiv wie negativ - in unserem Gehirn freigesetzt. Obwohl in diesem Moment kein emotionale Verkn√ľpfung besteht. Eine Marke ist entstanden - das Rote Kreuz steht bei einem dann f√ľr Hilfe, Menschlichkeit und die Rettung in der Not.

So muss ein Corporate Design sein!

Mit den Erkenntnissen aus der Neurobiologie können Anforderungen an ein wirkungsvolles Corporate Design gestellt werden:
  • Einheitlichkeit steigert den Lernerfolg
    Je weniger Varianten ein Corporate Design enth√§lt, desto mehr wird das Lernen unterst√ľtzt. So sollte sich die Gestaltung auf wenige Varianten beschr√§nken.
  • H√§ufiges Wiederholen steigert den Lernerfolg
    Je öfter die Bildmarke gesehen wird, desto besser und intensiver wird die Bildmarke gelernt. Der Betrachter erkennt dann das Symbol und kann es zuordnen - Bekanntheit entsteht!
  • Corporate Design + Emotion = Marke
    Zum Aufbau, Festigen und Ver√§ndern einer Marke muss das Corporate Design, insbesondere die Bildmarke, mit Emotionen verkn√ľpft werden. Emotionen werden besonders durch Bilder, Ger√ľche und T√∂ne transportiert.
Ein konsequent umgesetztes Corporate Design ist somit eine Investition in Ihre "Marke", in Ihren geschäftlichen Erfolg!
Dipl.-Ing. (FH) Georg Huber hat sich in seiner Diplomarbeit "Strategisches Kommunikationskonzept f√ľr das Modelabel SCHUMACHER" intensiv mit der Markenbildung auseinandergesetzt. Dieser kurze Artikel entstand in Anlehnung an seine Ergebnisse.