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Kommt die Google Zensur?

Google will Wahrheitsgehalt als Rankingfaktor aufnehmen

Das Internetportal t3n.de berichtete gestern dar├╝ber, dass Google k├╝nftig gerne den Rankingfaktor Wahrheit mit aufnehmen w├╝rde. Dadurch sollen Fakten zuerst in den Suchergebnissen erscheinen, bevor Pseudowissen, Verschw├Ârungstheorien oder Halbwahrheiten publiziert werden.

Was ist denn Wahrheit?

Im ersten Ansatz mag das Ansinnen ja gut gemeint sein und sich spannend anh├Âren - aber was ist denn wahr? Nur einige Beispiele:
  • Bis in den August 2013 galt Gustl Mollath als psychisch krank und war in einer geschlossenen psychiatrischen Einrichtung untergebracht. Inzwischen ist er frei, das Wiederaufnahmeverfahren l├Ąuft.
    Wie h├Ątte Google hier nun gewertet ├╝ber kritische Berichte oder eine Verschw├Âhrungstheorie gegen Gustl Mollath?
  • Und wer liegt beim Oktoberfest Attentat von 1980 nun richtig? Die Einzelt├Ąter-Theorie aus den offiziellen Ermittlungsergebnissen oder die Vielzahl an Journalisten die dem Widersprechen?
  • Und wer h├Ątte vor dem 11. September je damit gerechnet, das Terroristen ein Passagierflugzeug als Bombe einsetzen? Das h├Ątten die Meisten in den Bereich der Fiktion verbannt.

Bewerten oder Zensieren?

Wenn Google nun beginnt einzelne Seiten auf ihren Wahrheitsgehalt zu bewerten, bef├╝rchte ich, dass der Grat zur Zensur nur sehr schmal ist: Wenn unbequeme Einsch├Ątzungen, gewagte Theorien einfach als Unwahr markiert und damit im Ranking zur├╝ckgestuft werden - wie sollen sich dann kritische Meinungen noch verbreiten k├Ânnen?

Nicht das Denken abnehmen!

Meine Meinung ist, dass es nicht die Aufgabe einer Suchmaschine ist Quellen auf Ihren Wahrheitsgehalt zu bewerten. Denken sollte man den Menschen und den Nutzern ├╝berlassen.

Ein Beitrag von:

Markus Slaby

Markus Slaby

Dipl.-Ing. (FH) Medien Markus Slaby, Inhaber der Werbeagentur markus slaby media schreibt in seinem Blog ├╝ber Werbung, Marketing und ├ľffentlichkeitsarbeit (PR) f├╝r Soloselbstst├Ąndige und Kleinunternehmer. In seine Beitr├Ąge flie├čt die Erfahrung aus 15 Berufsjahren und aus zahlreichen Projekten ein.

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